Am Ende stellte sich heraus, dass die Mitglieder des NVV Höngg an diesem verregneten Sonntag nicht nur das sind, wofür sie sich halten, sondern überdies Blaumeisen, Mauerläufer oder Flussseeschwalben. Diese geheimnisvolle Transformation vollzieht sich derzeit einzig und allein im 2015 eröffneten neuen Besucherzentrum der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und beginnt selbstverständlich in einem Ei.

 

Auch die weiteren Stationen in der grandios gestalteten Ausstellung sind spannend. Man bestimmt interaktiv selbst, wieviel man von den Themen Fortpflanzen, Fressen, Überleben, Federn, Fliegen und Vogelzug erfahren möchte. Lohnend ist ausnahmslos alles. Nebenbei kann man anhand der vielen, schönen, ausgestopften Vögel sein Wissen über die Grössenverhältnisse etc. erneuern. Wusste ich zum Beispiel wirklich, wie gross eine Mittelmeermöwe mit ausgestreckten Flügeln ist? Ziemlich gross! In wie vielen Farben Elsterfedern schimmern? In allen Farben des Regenbogens ausser gelb. Oder ein Beispiel aus dem Kino zum Thema Vogelschau: wusste ich, dass Hausspatzen elektrische Schiebetüren öffnen können? Nein. Für Daheimgebliebene, noch nicht verwandelte Mitglieder des NVV Höngg, die jetzt auch Lust auf einen Ausflug nach Sempach bekommen haben: die Ausstellung eignet sich bestens für Kinder. Ausserdem sollte man unbedingt einen Blick in die Volieren auf die Rebhühner, Turteltauben und Bartmeisen (draussen!) werfen. Alles Vögel, die man nicht (mehr) häufig sieht.

 

Die Exkursion wurde wunderbar organisiert und geleitet von Verena Steinmann.

 

Pia Schad (Text), Dorothee Häberling (Fotos)

 

 

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