Nachmittagsexkursion am 14. Januar 2018

mit Do Häberling

Ob wir wohl eine Wasseramsel zu sehen bekommen? fragte ich mich beim Anblick der grossen Exkursionsschar (23 Tln), die wohl kaum lautlos durchs Tobel spazieren kann.

 Doch weit gefehlt! Schon im Oberdorf tummelten sich die ersten beiden Wasseramseln im Dorfbach. Sie wippten auf und ab, tauchten unter und kamen wieder hoch. Noch weitere fünf Exemplare zeigten sich auf unserer Exkursion, eine davon gar unberingt - wohl eine Immigrantin, denn hier werden alle Jung- und Altvögel akribisch beringt, und sie sind in der Regel standorttreu. 16 Reviere von ca. 250 m Flusslänge sind hier dokumentiert, und sehr früh im Jahr bauen sich die Vögel aus Moos und Laub ihre kugelförmigen Nester hinter den Kaskaden. Wo Wasseramseln so zahlreich leben, sind Wasser und Natur im Gleichgewicht, wie hier in diesem romantischen „Urwäldchen“.

Wenige andere Vögel sind gleichzeitig fürs Tauchen, Schwimmen und Fliegen so gut ausgerüstet wie die Wasseramseln, die bis zu 1,5 m tief und 20 Sek lang tau-chen können. Sie kehren die Steine um und finden darunter ihr Futter: Köcherfliegen, Krebstierchen, Wasserasseln.

Unsere Spähgruppe war sehr angetan von den Beobachtungen des Birdlife-Jahresvogels 2017, und dennoch konnte die Leiterin auf eine Singdrossel aufmerksam machen, die mit Stochern im Laub beschäftigt war und dabei vergass, sich vor uns in Sicherheit zu bringen.

Erika Salzmann (Text) Fotos Verena Steinmann, Ernst Betschart

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