Exkursion vom 5. Mai 2018

Die Exkursion an diesem sonnigen und windigen Samstag führte uns ins Schaffhauserische Klettgau. Dank der extensiven Landwirtschaft und der ökologischen Aufwertungsmassnahmen, die dem Rebhuhn zugutekommen sollten, kamen wir in den Genuss einer wundervollen, mit Buntbrachen durchzogenen, strukturreichen Landschaft und einer Vielzahl verschiedener Vogelarten.

Bereits beim ersten Acker angelangt, strahlte uns eine Goldammer im Morgenlicht entgegen. Der Weg führte uns vorbei an Hecken, aus denen eine Klappergrasmücke klapperte. Der dominanteste Gesang jedoch ging von der Feldlerche aus. Mit grosser Ausdauer beschallte sie ihre Umgebung minutenlang ohne Pause - und das alles aus der Vogelperspektive, denn die Art ist bekannt für ihre ausgedehnten Singflüge. Als Bodenbrüter konnte die Lerche im Klettgau besonders gut von der extensiven Bewirtschaftung mit reduzierter Mahd profitieren.

Immer wieder lud die Landschaft zum Bestaunen ein – auch Botaniker kamen voll auf ihre Kosten. Bei einer besonders farbenfrohen und artenreichen Brache fanden sich dann zahlreiche weitere Vögel ein. Neben Dorngrasmücken, Braun- und Schwarzkehlchen konnten wir auch immer wieder das typische „pick-wer-wick“ der Wachtel hören. Wenn sie doch so nahe schien, war es uns in der bunten Wiese unmöglich, diesen heimlichen Hühnervogel zu Gesicht zu kriegen. Immer wieder kreisten Milane und Mäusebussarde über die Felder und die Turmfalken, welche nicht unweit brüteten, rüttelten in der Luft um nach Beute Ausschau zu halten. Auch auf Beutefang waren zwei Neuntöter, Männchen und Weibchen, die sich auf einem kahlen Baum zur Schau stellten. Später wurde derselbe Platz von einer Grauammer übernommen, die das karge Geäst mit wiederholtem Gesang zu verteidigen schien. Zu guter Letzt hörten wir neben einem Weiher lautstark die Nachtigall singen. Nach einer Weile konzentrierter Suche erspähten wir sie schliesslich singend im Unterwuchs. Zum Abschluss wurden die gesehenen Vogelarten nochmals rekapituliert und ihren jeweiligen Lebensräumen in der vielseitigen Landschaft des Klettgaus zugeordnet. Diese Vielfalt an Pflanzen, Insekten und Vögeln zu bewundern, lässt einem realisieren, dass hier ein gesundes und funktionierendes Ökosystem besteht und hoffentlich, dank anhaltender Förderung, noch lange bestehen bleibt.

 

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