NVV Höngg und Jonas Landolt luden am 12. Oktober 2018 auf den Albis-Pass ein.

War das jetzt ein „düDluii“ oder doch eher „prrüt-üt“? Das fragten sich gut 30 Vogelinteressierte und blinzelten auf der Albis-Passhöhe in die Morgensonne. Jonas Landolt gelang es dann, diese Frage so zu erläutern, dass wir es nun wussten: es war eine Heidelerche.

Dass sich so viele Hobby-Birder am Freitag, dem 12. Oktober Zeit nahmen, um mehr über die Rufe der Zugvögel zu erfahren, erfreute Jonas sichtlich, der im Aufrage des NVVs Höngg, zu dieser Exkursion einlud. Und sie erfuhren viel, wie beispielsweise, dass Erlenzeisige in etwas engeren Gruppen fliegen als zum Beispiel die Buchfinken und dass die weissen Bereiche der Handschwingen im Sonnenlicht gut durschimmern und so helfen bei der Bestimmung, wie etwa beim Kernbeisser. Fichtenkreuzschnäbel, Bach- und Bergstelzen, Sperber und immer wieder große Schwärme von Ringeltauben waren zu sehen, die da und dort am Schluss von einer Hohltaube begleitet wurden. Da Kurzstreckenzieher vor allem am frühen Morgen ziehen und aus diesem Grund im Laufe des Tages immer weniger wurden, war es gegen Mittag an der Zeit, wieder runter ins Tal zu fahren.

Nicht ohne noch eine Fangfrage von Jonas: „Wann findet die Mauser des Buchfinken vom Schlichtkleid im Herbst ins Prachtkleid im Frühling statt?“ Na? Richtig, es gibt dann keine Mauser, da sich das Federkleid schlichtweg abnützt und das Prachtkleid ein abgenütztes Schlichtkleid ist. Deutlich war dies an den hunderten von Staren zu sehen, die an diesem Prachts-Oktobertag stark gepunktet über unsere Köpfe in den Süden flatterten und im Frühling ohne die abgenutzten weissen Punkte zurückkehren. Wir sahen ihnen nach, wünschten in Gedanken guten Flug und wären wohl gleich auch mitgeflogen...

Urs Heinz Aerni (Text), Fotos: Urs Heinz Aerni, Ernst Betschart, Sarah Schöpfer, Ernst Weiss

  • Erlenzeisig k
  • P1120251 k
  • P1120254 k
  • Kreuzschnabel 2 k
  • P1120265 k
  • P1120266 k
  • Kreuzschnabel 1 k
  • UHAe 0265 k
  • UHAe 0268 k

 

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