Der Hausrotschwanz ist als erfolgreicher Kulturfolger in ganz Europa weit verbreitet und ist ab und zu auch im Winter bei uns zu beobachten.

Als eine der häufigeren Arten ist der Hausrotschwanz weit bekannt und öfters anzutreffen als sein naher Verwandter, der Gartenrotschwanz. Im Gegensatz zu diesem ist beim Hausrotschwanzmännchen nur der Schwanzansatz rötlich-orange gefärbt und nicht der ganze Bauch sowie Brust. Man hört im Frühling wie auch dem Herbst schon sehr früh morgens seinen hellen Gesang mit den charakteristisch kratzend, fauchenden Tönen im Mittelteil. Beobachten kann man ihn auf hohen Warten, die er für den Reviergesang aber auch als Aussichtspunkt nutzt von wo aus er Insekten, Spinnen, und andere Beutetiere ins Visier nimmt. Dort zeigt er auch sein typisches Verhalten bei dem er mit wippenden Bewegungen des Schwanzes Knickse vollführt.

Der Hausrotschwanz ist in der Schweiz weit verbreitet. Ursprünglich an Felswänden und Gebirgsflanken brütend hat er sich ideal an unseren Lebensraum angepasst und nistet nun gerne in Gebäudenischen und Industrieanlagen. Bei der Wahl seines Nistplatzes ist er nicht sehr wählerisch und äusserst anpassungs-*fähig, was wohl auch zu seinem Erfolg beigetragen hat und die leicht steigenden Bestände zu erklären vermag.

Ab Oktober/November ist es dann für die Meisten an der Zeit ihre eher kurze Reise Richtung Süden anzutreten. Doch nicht alle Hausrotschwänze überwintern im Mittelmeerraum und nördlichen Afrika, einige bleiben auch in unseren Breitengraden. In milden Wintern kann das ein strategischer Vorteil sein, da die Vögel die Strapazen des Zuges nicht auf sich nehmen müssen und zudem die Männchen sich bereits vor der Rückkehr von allfälligen Konkurrenten ein Revier sichern können. Nicht immer ist der Winter hier aber angenehm für den Hausrotschwanz, vor allem wenn die übriggebliebenen Herbstbeeren nur spärlich vorhanden sind. Spätestens im März sind schliesslich die letzten ziehenden Hausrotschwänze zurück und ziehen ein unter den Dächern der Stadt oder den Klippen der Alpen.

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Junger Hausrotschwanz

Steckbrief

 Merkmale: Männchen mit schwarzem Gesicht und Bauch; Weibchen mit grau-braunem Mantel; Männchen eher schiefergrau mit weissem Flügelfeld. Beide Geschlechter mit orange-rotem Schwanz; sperlingsgross

Gesang / Ruf: Heller, pfeifender Gesang mit knirschend-fauchenden Abschnitten

Zugverhalten: Kurzstreckenzieher; überwintert ab und zu auch in der Schweiz Brutbiologie Mehrere Jahresbruten von April bis September; 4 – 6 schneeweisse Eier pro Brut

Brutbestand Schweiz: Weitestverbreiteter Vogel, der bis auf über 3000 M.ü.M. vorkommt; *250‘000 – 500‘000 Brutpaare. Vorkommen Höngg: Gerne in unseren Gärten, auf dem Hausdach oder auf einem anderen Aussichtsposten zu sehen

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