dynamisch, lauschig, grün

Die Limmat wurde lange Zeit in ein starres Flussbett gezwängt. Heute kann sie sich zwischen Hönggerwehr und Autobahnbrücke wieder freier bewegen und schafft so mehr Raum für Mensch und Natur. Gleichzeitig gewährleistet der möglichst naturnah gestaltete Hochwasserschutz Sicherheit für Wohngebiete und Industrie.

Das Projekt der Stadt Zürich und weiterer Partner zur Renaturierung der Limmatauen startete vor einigen Jahren mit dem Ziel das Gebiet ökologisch aufzuwerten. Das vormals starre Flussbett sollte einem Gleitufer weichen und somit die Habitate verschiedenster Tier- und Pflanzenarten verbinden und gleichzeitig Raum für zahlreiche Uferbewohner schaffen. Im Spätsommer 2013 konnte es eröffnet werden.

 

In den vielfältigen Lebensräumen der Limmatauen kommen auch seltene Pflanzen und Tiere vor. Besonders fördern will man Weiden, Seggen, Schwarzpappeln und Sanddorne sowie Libellen, Heuschrecken, Wasseramseln oder Gelbbauchunken. Gleichzeitig sollte jedoch auch der Hochwasserschutz gewährleistet sein. Das Projekt umfasste das Errichten von Steinbuhnen und das Vorschütten von Schotter um das Flussbett abzuflachen sowie zu verbreitern. Weitere Strukturelemente zur Unterstützung der lokalen Fauna wurden entlang des Ufers deponiert, so zum Beispiel Belebungsblöcke, Kiesinseln und Raubäume.

Durch den Wald führt neu ein Erlebnissteg, damit die Natur ohne Störung beobachtet werden kann. Beim Spaziergang über den Steg kann man neben Informationstafeln und modern gestalteten Kunstobjekten schnell die Fledermauskästen entdecken. Die Besucher werden darauf aufmerksam gemacht, dass zahlreiche, auch bedrohte, Fledermausarten im Gebiet um die Limmat heimisch sind. Abendsegler, Zwergfledermäuse, Rauhautfledermäuse und Wasserfledermäuse sind einige von ihnen. Mit der Neugestaltung des Ufers werden zugleich Insekten gefördert, die den Fledermäusen als Hauptnahrungsquelle dienen. Beim Spazieren entlang der hölzernen Promenade können zudem zahlreiche verschiedene Vogelarten im Geäst entdecken werden.

Schliesslich ist das neue Flachufer nicht nur attraktiver für Pflanzen und Tiere, sondern auch für Besucher. Die Limmatauen sind nun zugänglicher und Informationstafeln vereinfachen die Orientierung. Abschliessend kann gesagt werden, dass die neue Naturoase an der Limmat einen Platz sowohl für Freizeit und Erholung wie auch Arten- und Naturschutz bietet.

Weitere Informationen: Limmatauen Werdhölzli - Perle am Stadtrand

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