Der Mittelwald ist eine ursprüngliche Art der Waldbewirtschaftung, der im 13. Jahrhundert und bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Laubmischwäldern unserer Tieflagen weit verbreitet war. Charakteristisch ist der zweischichtige Aufbau aus OBERHOLZ und HAUSCHICHT. Das Oberholz (Eichen, Eschen, Ahorn oder Buchen) lieferte Bauholz, die darunterliegende Hauschicht diente ausschliesslich der Produktion von Brennholz.

 

Rund alle 20-25 Jahre wird diese Hauschicht geschlagen und die ältesten Oberhölzer werden geerntet. Dank der Fähigkeit vieler einheimischer Laubhölzer, aus dem alten Stock vegetativ neue Ausschläge zu treiben (STOCKAUSSCHLÄGE), ergänzt sich die Hauschicht zwischen den Schlägen von selbst. Dank dem starken Lichteinfall ist der Mittelwald für viele Pflanzen-. Insekten und Vogelarten ein wertvoller Lebensraum.

Um die historische Bewirtschaftung des Mittelwaldes für Sie und kommende Generationen als Anschauungs- und Studienobjekt zu erhalten und den spezialisierten Tierarten Lebensraum zu bieten, bewirtschaftet Grün Stadt Zürich verschiedene Parzellen im Hönggerberg nach dieser alten Methode. Seit einigen Jahren brütet hier der seltene Mittelspecht, welcher an alte, grobborkige Baumarten wie z.B. die Eiche gebunden ist. Im Winter 2014/2015 fand ein grösserer Eingriff statt, damit wieder genügend Licht bis auf den Waldboden fällt.

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