Seit seiner Gründung bewirtschaftet der NVV Nistkästen im und um den Hönggerbergwald. Höhlenbrüter haben zunehmend Schwierigkeiten Brutplätze zu finden, da sie auf alte Bäume mit Naturhöhlen oder Spechtlöcher angewiesen sind. Da diese älteren und morschen Bäume jedoch oftmals aus Sicherheitsgründen gefällt werden, finden die Vögel immer weniger Nistgelegenheiten. Mit Nistkästen kann gegen diese Platznot Abhilfe geschaffen werden. In den 50er Jahren bewirtschaftete der NVV Höngg rund 700 Kästen. Zum Glück ist eine so grosse Anzahl an Nisthilfen heute nicht mehr notwendig, da zunehmend Naturhöhlen zur Verfügung stehen, auch dank einem Umdenken in der Forstwirtschaft.

Die Nistkästen im Hönggerwald werden oft von Kohl- und Blaumeisen genutzt, vereinzelt auch von Kleibern und Feldspatzen. Meist sind diese auch erfolgreich besetzt.

 

Im Herbst werden die Kästen am Arbeitstag des NVV von Freiwilligen gereinigt um Parasiten zu entfernen, welche eine Brut im darauffolgenden Jahr zum Teil stark beeinträchtigen können. Bei der Reinigung finden auch immer wieder interessante Begegnungen statt und spannende Entdeckungen werden gemacht, von Siebenschläfern über verlassene Hornissennester und natürlich sorgfältig gestaltete und ausgepolsterte Vogelnester. Deshalb ist die Spannung vor dem Öffnen der Kästen stets gross. Bei den freiwilligen Arbeitseinsätzen werden zudem defekte Kästen geflickt oder ersetzt, so dass immer rund 100 Kästen der Vogelwelt zur Verfügung stehen.

Leider können damit keine seltenen Arten gefördert werden. Dass Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper fehlen oder sehr selten geworden sind, hängt nicht mit fehlenden Nistplätzen zusammen. Meisen und Feldspatzen werden sehr erfolgreich unterstützt.

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