Die Wiese und der Obstgarten wurden im Januar 1993 von der Stadt Zürich gepachtet, mit dem Ziel alte Obstsorten zu erhalten und eine artenreiche Blumenwiese zu fördern. Wie es dazu gekommen ist:

 

Protest gegen Bauprojekt am Ruggernweg

Im August 1986 formierte sich eine Bürgergruppe, um gegen eine geplante Überbauung an der Toplage am Südhang des Hönggerbergs zu protestieren. Der Natur- und Vogelschutzverein war bei den Mitunterzeichnern der Petition für den Verzicht der Überbauung.

Im September 1986 reichte Stefan Hohler SP zusammen mit allen Gemeinderäten des Kreis 10 im Gemeinderat ein Postulat ein, welches vom Stadtrat verlangte auf den für die Überbauung nötigen Landabtausch zu verzichten und zu prüfen, ob das Gebiet der Freihaltezone zugeordnet werden könne. Bereits im Dezember des gleichen Jahres unterstützte der Stadtrat das Anliegen und sah vor, das Gebiet in der neuen Bau- und Zonenordnung in die Freihaltezone aufzunehmen.

In den folgenden Jahren wurden Ideen zur Aufwertung des Gebietes gesammelt und geprüft. Die Bachöffnung wurde eingeleitet.

1990 wurde das Gebiet in das Inventar der kommunalen Natur- und Landschaftsschutzobjekte (KSO) aufgenommen.

Im Naturschutzjahr 1991 signalisierte der Natur- und Vogelschutzverein die Bereitschaft die Wiese in Pacht zu übernehmen und selbst zu pflegen. 1993 wurde der Pachtvertrag unterschrieben.

1992 erhielt der NVV den Grünpreis der Stadt Zürich für sein Engagement im Quartier für ein besseres Naturverständnis mit regelmässigen Publikationen und Anlässen.

Einsatz für die Natur

Seit 1993 pflegt der NVV den Obstgarten, die Wiese und die Hecke am Ruggerneg.

1995 fand im Obstgarten eine grosse Pflanzaktion statt. Baumpaten halfen tatkräftig mit 16 Apfelbäume und 6 Birnbäume zu setzen. Bei der Auswahl der Sorten wurde grosser Wert auf Widerstandsfähigkeit und Robustheit gelegt, sowie auf regionale Sorten mit Seltenheitswert.

In den letzten 20 Jahren mussten einige Bäume ersetzt werden. Jeden Frühling werden die Bäume am Arbeitstag geschnitten. Im Herbst tragen die Bäume reichlich Früchte, so dass z.B. 2014 Most gepresst und verkauft werden konnte.

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