• Blattschneiderbiene k
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  • Holzbeige 800
  • Bild: Christine Dobler Gross
  • Bild: Christine Dobler Gross

Für viele Tier- und Pflanzenarten fehlt es in der heutigen Landschaft an geeigneten Lebensräumen und Strukturen. Unsere Landschaft ist vielfach ausgeräumt und strukturarm. Leider trifft dies oft auch auf Privatgärten zu. Dabei könnte dort mit kleinen Aufwertungen sehr viel für die Natur gemacht werden.

Sie als GartenbesitzerIn haben die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt in Höngg zu leisten. Oft ist dies bereits mit wenig Aufwand möglich. Neben einer naturfreundlichen Gartenpflege mit einheimischen Pflanzen kann man mit dem Erstellen von Kleinstrukturen viel für die Natur im Garten erreichen. Im Folgenden sind einige Kleinstrukturen für einen naturnahen Garten aufgelistet:

Blumenwiesen mit einheimischen Pflanzen:

Anstatt den ganzen Garten zu mähen, könnten Sie einen Blumenwiesenstreifen stehen lassen, welcher Schmetterlinge und Wildbienen in Ihren Garten lockt. Bei der Bepflanzung sollten primär einheimische Wildpflanzen berücksichtigt werden, denn diese können im Gegensatz zu den exotischen von unseren Insekten genutzt werden.

Asthaufen:

Immer wieder fallen bei Gartenarbeiten dünnere und dickere Äste an. Anstatt diese zu entsorgen, kann man sie in einer Ecke des Gartens zu einem Asthaufen aufschichten. Die Äste können gut mit Schilf, Streu und trockenem Laub ergänzt werden. Solche Asthaufen bieten unter anderem Unterschlupf für Igel, Zaunkönige und diverse Insektenarten. An sonnigen Stellen werden sie auch gerne von Eidechsen und Blindschleichen genutzt.

Trockenmauern und Steinhaufen:

Besonders gut geeignet sind südexponierte, sonnige Lagen. Mauerritzen werden von verschiedenen Tier- und Pflanzenarten besiedelt. Typisch sind Mauereidechsen, die in den Mauern ein Zuhause finden, verschiedene Wildbienenarten (Mörtelbienen, Blattschneiderbienen), welche in den Spalten nisten und diverse Mauerpfeffer und Hauswurzarten, die mit ihren farbigen Blüten die Trockenmauer optisch noch zusätzlich aufwerten.

Kleingewässer:

Bereits ein Kleinweiher stellt ein Biotop für verschiedenste Tiere und Pflanzen dar. Ein Teich oder ein Tümpel bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien, wie den Bergmolch und den Gras- sowie den „Glögglifrosch“. Zudem kann ein Teich oder ein Vogelbad als Wassertränke für Vögel dienen.

Komposthaufen:

An einem schattigen Platz und nicht Luftdicht verschlossen beherbergt ein Komposthaufen zahlreiche Zersetzer. Im Winter unterstützen Sie Blindschleichen, Igel und Käferlarven wie z.B. des Rosenkäfers, die den Komposthaufen als Überwinterungsquartier oder Unterschlupf nutzen. Je nach Art der Kleinstruktur werden andere Arten gefördert, deshalb gilt: Je diverser desto besser. Vom Asthaufen, über Trockensteinmauern, Steinhaufen, Blumenwiesenstreifen und Trockenstandorten, bis zu Gartenteichen und Wildhecken gibt es etliche Möglichkeiten, die Natur vor der eigenen Haustür zu fördern. Gutes Gelingen und schöne Beobachtungen!

Weiter Informationen auch unter: Der vogelfreundliche Garten. Schweizerischer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz & Schweizerische Vogelwarte Sempach. Petra Horch.

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