Zu diesem Naturspaziergang, dem dritten in den Limmatauen Werdhölzli, fanden sich über 50 morgenfrische Interessierte beim Frankental ein. Nach der Begrüssung durch Barbara Huber, die zusammen mit Verena Steinmann die Leitung übernimmt, steigt die Gruppe hinunter zur Limmat. Die Geräuschkulisse ändert frappant: Statt Verkehrslärm ertönen erste Vogelstimmen und die Stimmung wird ruhig.  Je tiefer hinunter und näher zur Limmat, umso dominanter das Rauschen des Flusses. Kiesinseln und grosse Äste unterbrechen die Strömung. Auf dem Steg über die Limmat ist es besonders laut. Stromschnellen und seichte Flachufer – auch die Fischfauna profitiert vom lockerkiesigen Flussbett. Es sind Massnahmen, die mit dem Hochwasserschutz getätigt wurden.

 Auf der anderen Limmatseite im Werdhölzli werden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt, um die künstlichen Brutröhren am Hauserkanal zu begutachten. Es scheint nicht so, dass der Eisvogel seine Brut darin vorbereitet, aber ausschliessen kann man es nicht. Dafür drängen sich einige Waldvögel in den Vordergrund: ein piepsender Gartenbaumläufer, der laute Zaunkönig, hie und da Kleiber, immer wieder Buchfinken und auch ein stummer Buntspecht auf Futtersuche.

Weiter auf dem Erlebnissteg ändert die Stimmung abermals: Die Gruppe wird umhüllt vom Frühlingskonzert der Vogelschar. Drosseln, Meisen und Ringeltauben sind mit Balzgebaren oder schon mit Nestbau beschäftigt. Der kleine Wald wurde diesen Winter wieder ausgelichtet von Grün Stadt Zürich. Auffällig sind die vielen efeuumrankten Baumstämme. Amseln, Wacholderdrosseln und weiter oben Ringeltauben bauen im Efeu ihre Nester und fressen die beerenartigen Efeufrüchte, die jetzt im Frühjahr reif sind.

Erfüllt von all diesen Sinneseindrücken und beglückt von der ruhigen Stimmung verabschieden die Leiterinnen die Gruppe nach zwei Stunden. Die einen gehen weiter Richtung Hönggerwehr, die anderen steigen wieder hoch zum Ausgangspunkt Frankental.

Bericht: Barbara Huber, Bilder: Michael Schwarz

Limmatauen 1 k

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