Die Thurauen waren am Sonntag Ziel der Spechtexkursion des NVV. Die Exkursion führte durch die Allmend Frauenfeld, wo bereits wenige Minuten nach Exkursionsbeginn eine Spechthöhle entdeckt wurde, aus der ein Buntspechtweibchen neugierig den Kopf herausstreckte. Auch später wurden wir vom Lachen des Grünspechts, dem hektischen Trommel des Kleinspechts und den „Kik“-Rufen des Buntspechts begleitet. Immer wieder schwärmte eine muntere Gruppe von Mehl- und Rauchschwalben zusammen mit Mauer- und Alpenseglern umher auf der gemeinsamen Jagd nach Insekten.

 

Zahlreiche weitere Arten konnten beobachtet oder belauscht werden, so z.B. der Pirol; der Star konnte hingegen mit seinen Hang zur Stimmenimitierung manchmal für Verwirrung bei der Zuordnung der vielen verschiedenen Gesänge sorgen. Charakteristisch jedoch war der Ruf des Kuckucks, den wir kurz darauf auf einem Baumwipfel thronend erspähen konnten.

Die Landschaft wirkte mit Ausnahme der Flusskanalisierung relativ unberührt durch den Menschen, jedoch umso mehr gestaltet von Bibern und Wildschweinen. Aufgänge am Ufer, ein Unterwasser-Kanalsystem unter dem Spazierweg und zahlreiche bearbeitete Baumstämme zeugten von ihrer Anwesenheit im „Biberland“.

Gegen den Schluss zeigten sich noch einige Turmfalken sowie zwei Baumfalken, die im Rüttelflug über den Wiesen auf Beutefang waren. Auch andere Tiere konnten auf den Magerwiesen nahe der Thur beobachtet werden, so eine Gruppe von Feldhasen wie auch zwei Rehe. Schliesslich, bereits an der Bushaltestelle angekommen, rief uns noch ein Buntspecht nach – es schien er wolle uns daran erinnern, dass trotz der zahlreichen Vogelsichtungen doch der Specht, und besonders er als Vogel des Jahres, im Vordergrund stand; alles in allem eine gelungene Exkursion!

Fiorella Ruchti

Artenliste

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