Das frühe Aufstehen hat sich an diesem sommerlichen Sonntag zweifach gelohnt. Zum einen waren die Temperaturen noch angenehm, zum andern waren noch weniger Freizeitsportler unterwegs. Bereits am Siedlungsrand konnten wir einen Trauerschnäpper und einen Gartenrotschwanz beobachten.

 Unser eigentliches Ziel war das kleine Kiesdelta des Flüsschens Jona. Es lädt ziehende Limikolen zu einer Rast ein und wird auch von Enten und Möwen als Ruheplatz genutzt. Kaum angekommen konnten wir die lauten Rufe des Grünschenkels hören, nur zu sehen war er leider noch nicht. Dafür einige junge Leute, welche von der Badeanstalt her das Gebiet erkundeten. Das sorgte für grosse Aufregung in der Vogelwelt. Zu unserer Freude landeten zwei Sandregenpfeifer auf der uns zugewandten Seite der Kiesfläche, so dass wir sie gut beobachten konnten. Etwas später gesellte sich auch ein Alpenstrandläufer dazu. Kurz bevor wir den Rückweg antraten, zeigte sich uns auch der wieder zugeflogene Grünschenkel. Viel Freude machten die Eisvögel, die immer wieder knapp über der Wasserfläche vorbei flogen.

Die Büsche entlang der Jona und um das Gebiet des Jachthafens werden von vielen Kleinvögeln zur Nahrungssuche benutzt. Es braucht etwas Geduld die flinken Kleinen in den Feldstecher zu bekommen und genau anzusehen. Der Zilpzalp verriet sich oft durch seinen Ruf oder gar durch seinen Gesang, während sein Zwilling der Fitis durch seine gelbe Farbe auffiel.

Da es immer heisser wurde und viele Erholungssuchende das Wasser anstrebten, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Im Zug wurde fleissig ausgetauscht und aufgeschrieben. Trotz nicht optimalen Bedingungen haben wir 38 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Herzlichen Dank an Michael, der alle rasch erfasst und die Artenliste weitergleitet hat.

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