Unser erstes Ziel war das das Carl Stemmler Museum in der Altstadt von Schaffhausen. Der Kürschner, Tier- und Naturschützer lebte von 1882 bis 1971 und hat für seine grosse Sammlung Tierpräparate in seinem Haus ein Museum eingerichtet, welches er kurz vor seinem Tod der Stadt Schaffhausen vermacht hat. Noch heute stehen alle Tiere so, wie er sie angeordnet hat und sind mit seiner Handschrift beschriftet. Die kurzweilige Führung von Urs Weibel, Kurator, brachte uns den engagierten Pionier im Naturschutz näher. Viele der Anekdoten brachten uns zum Schmunzeln und weckten die Neugier auf die ausgestellten Vögel und anderen Lebewesen.

 

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Nach einem gemütlichen Essen inmitten der Altstadt fuhren wir an den Stadtrand um zuerst Fledermäuse und anschliessend die kleinen Glühwürmchen zu bestaunen. Bis es dunkel wurde, führte uns Rebecca Börrnert in die Biologie und Lebensweise der Fledermäuse ein und stellte uns das kleine Glühwürmchen vor. Gross war die Freude als die ersten Töne aus den Bat-Detektoren zu hören waren und es wurde eifrig gerätselt, welche Art gerade am Vorbeifliegen war.

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Bald ging es weiter zum nächsten Höhepunkt. Unzählige Leuchtpunkte schweben und tanzen zwischen den Bäumen des Waldfriedhofs. Es sind die Männchen des kleinen Glühkäfers, während die Weibchen am Boden sitzen und ebenfalls leuchten. Dem Zauber dieser leuchtenden „Seelchen“ kann man sich nicht entziehen – ein ganz eindrückliches Naturschauspiel!

Dorothee Häberling

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