Wo im Mai Gartenrotschwänzchen und Maikäfer zahlreich fliegen

Nach einer gemütlichen Bahnfahrt nach Maienfeld spazierten wir Richtung historisches Städt-chen, wo wir bereits am Eingang die ersten dunklen Vögel auf dem Turm des Schloss Brandis sitzen sahen. Durch die Spektive konnten wir die schwarzen Dohlen mit den hellblauen Augen wunderbar beobachten. In den Gärten im Städtli bekamen wir dann die ersten Gartenrot-schwänzchen zu Gesicht, zum Vergleich sassen Hausrotschwänzchen auf dem Dach. Wir meinten auch den Wendehals gehört zu haben, leider zeigte er sich aber den ganzen Tag nicht.

 

Weiter ging es Richtung Schloss Salenegg, wo wir neben den ersten Maikäfern Feldsperlinge und weitere Gartenrotschwänzchen prima beobachten konnten. Zwischendurch hörten wir dann schon mal den Grünspecht. Dann wanderten wir durch die Rebberge, wo wir ihn mit seinem roten Scheitel erblickten. Etwas weiter oben konnten wir den Turmfalken und eine Zaunammer beobachten. Hinter einem Rebhäuschen versteckt lag eine Wiese voll von lila und violetten Ska-biosenflocken- und Wiesenwitwenblumen an denen Stieglitze turnten. In der hohen Hecke gleich daneben konnten wir geraume Zeit ein Neuntöterpärchen auf ihrer Warte beobachten. Das Männchen sang aus voller Kehle und streckte seine rosa Brust in die Sonne. Auf der anderen Seite der Wiese war der Warnruf eines Gartenrotschwanzmännchens zu vernehmen und zu sehen, wie es immer wieder von einem Pfosten ins Gras zwischen den Reben flog, um Insekten zu holen.

Während uns die Maikäfer um die Ohren flogen, meinten wir hoch oben am blauen Himmel einen Steinadler zu erkennen und etwas weiter unten flog ein Mäusebussard. Ob den ausgedehnten Rebhängen kamen wir durch die erste, frisch von Schafen abgegraste All-mend mit grossen, knorrigen, alten Eichen und Buchen. Hier hielten wir nach dem Wiedehopf Ausschau, konnten ihn jedoch nicht entdecken. Auf einer Allmend etwas weiter den Hang hinauf rastete unsere 7-köpfige Truppe neben den weidenden Schafen.

Am Nachmittag ging es noch weiter hinauf zur Petershütte mit wunderschöner Aussicht auf die Bündner Herrschaft. Vorbei an grossen Tannen und blühenden Wiesen, hörten wir zahlreiche Berglaubsänger singen und konnten einen juvenilen Kleiber beobachten, wie er hoch oben im Stamm rumkletterte. Nach gemütlichem Einkehren in der Petershütte gings zurück übers Heididörfli nach Maienfeld, wo uns Stare und Gartenrotschwänzchen begrüssten. Glücklich und etwas müde ob den vielen Eindrücken stiegen wir um 16.13 Uhr in den Zug nach Zürich.

Exkursionsleitung: Roman von Sury, Autorin: Barbara Nikles 

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