Wer in den letzten Tagen einen Waldspaziergang machte, wunderte sich vielleicht über die blauen Punkte, die an vielen Bäumen sichtbar sind. Inspiriert durch die Aktion „Fledermäuse in der Stadt 2020“ des Vereins StadtNatur wurden nicht nur die Bäume mit Spechthöhlen in den vorgegebenen Flächen, sondern gleich alle in einem grösseren Gebiet markiert.

Das Projekt der StadtWildTiere fokusiert 2020 auf die Wald bewohnenden Fledermäuse, die verlassene Spechthöhlen nutzen. Die Aktion findet in Absprache mit Grün Stadt Zürich statt.

Da im Hönggerberg in den letzten 20 Jahren die Bruthöhlen der Buntspechte erfasst wurden, konnten auch alle diese Bäume markiert werden. An über 150 Bäumen, vielfach den alten Eichen, sind nun die blauen Punkte zu finden, welche zeigen, dass diese Bäume einen besonderen Wert haben. Oft werden dieselben Höhlenbäume für ein weiteres Brutjahr ausgewählt. Den Rekord hält eine Esche, die 7 mal von Buntspechten für die Aufzucht der Jungen ausgewählt wurde. Teilweise in der alten oder auch in einer neuen Höhle. Leerstehende Höhlen werden von vielen Tierarten genutzt z.B. Kleibern und Meisen, Insekten oder eben auch Fledermäusen.

Jetzt im Frühjahr suchen sich die Vögel ihr Revier und wir sind gespannt, ob sie die markierten Bäume auswählen oder ob es neue Entdeckungen gibt.

Dorothee Häberling

IMG 3261 k  April 2020 kIMG 1513 Mai 2019

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