Exkursion ins Nuoler Ried am 20.9.2025

Carolyn Nabholz führt uns ein: Das Nuoler Ried ist ein wichtiges Rastgebiet für zahlreiche Zugvögel. Es besteht aus Riedwiesen, Ackerflächen, Flachmoor und Auen, Röhricht und Kiesbänken am Seeufer. Von nationaler Bedeutung bietet es auf kleinem Raum eine grosse Vielfalt an Habitaten. Der Weg führt uns durch das beflaggte Lachen, linkerhand die Doppeltürme der Kirche wohl für den Dank-, Buss- und Bettag, dann ins Tobel der Wägitaler Aa, über eine Brücke und an den Hafen mit den vielen Seejachten vorbei zum Sportflugplatz. Dabei hören wir ohne sie zu sehen Gartenbaumläufer, Buntspecht, Stieglitz, am Waldrand Elster und Rabenkrähen.

Jetzt, am Rand des Riedes, werden wir von der Leitung nochmals begrüsst, orientiert und in zwei 10er-Gruppen geteilt. Elena, 9-jährig, wollte mit dem Grandpapa mit und hatte das Glück, einen Platz zu erhalten: «Mier händ de Bundspecht und de Grüenspächt ghört, Stare gseh und Lachmöve, en Storch, e paar Graureiher, eine bim Muusfang, und Silberreiher».

Levin Angst lenkt unseren Blick auf einen eben gepflügten Acker mit Lach- und Mittelmeermöven, erklärt die unterschiedlichen Grossmöwen und den roten Punkt am Schnabel (genannt Gonyseck), den die Jungtiere zur Fütterung offenbar anpicken. Dann beobachten wir den «rüttelnden» Turmfalken, im Gras «weiden» Höckerschwäne und Graugänse. Levin wieder: Schaut mal dem Maisfeldrand, entlang, was ihr seht und tatsächlich, eine Rohrammer, und ja, piepsend und turnend, eine Sumpfmeise mit schwarzer Kappe und dreieckigem «Latz»! Wieder ein Stück Ackerland und ein tolles Schlussbild: Es tummeln sich da ganze Gruppen von Steinschmätzer mit hellgelbrötlichem Bauch, Bach- und Schafstelzen. Im Überflug ein Starenschwarm und Graugänse in kleiner Formation. Levin und Carolyn verabschieden uns. Gestern, beim Rekognoszieren, waren Limikolen da, sagen sie. Die andere Gruppe hatte drei Kiebitze gesehen, immerhin… Wir müssen also wieder hin! Schlussrunde: Was habt ihr Neues gesehen, entdeckt, erfahren? Elena: «De Kormoran hani jetzt emaal gseh! Und gäll, nächschti Wuche gömmer wieder?»

Text: Claude Bollier

Bilder: Eduard Ramp und Claudia Reusch

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