Exkursion – Von Seltisberg zum Uhu von Nuglar am 1. März 2026

An einer Bushaltestelle in Seltisberg im Kanton Baselland startete die Exkursion, fünfzehn erwartungsvolle Personen, auch die helle Märzsonne war mit von der Partie. Versiert geleitet von Do Häberling, ging es zuerst über Kulturland, wo schon die erste Überraschung wartete: Ein Kiebitz auf dem Zug, der wahrscheinlich auf den Feldern übernachtet hatte. Sein Ruf war ebenso zu hören wie der Gesang von Amsel, Grünspecht und Buchfink; auch das rostige Scharnier in der Ferne war gar keines, sondern eine Saatkrähe beim «Singen». In Obstgärten mit Wiedehopfbrutkästen und einem langen Steinkauzkasten – auf Brutwillige beider Arten ist man dank aktivem Naturschutzverein vorbereitet – tummelten sich Haussperlinge, Feldsperlinge, Stare und mehrere Goldammern. Auch ein Rohrammerweibchen wollte identifiziert werden. Weiter vorn hing ein Buntspecht an einer Futterstelle, seine Farben leuchteten im Sonnenlicht.

Schon war die ehemalige Deponie Buechhalde erreicht, ein renaturiertes Gebiet, das ein wahres Naturjuwel zu werden verspricht. Von hier aus hatte man Aussicht auf den Steinbruch, die Spannung stieg. Durch den totholzreichen Wald, in dem u.a. ein Habicht brütet, ging es hinunter, an dem einen oder anderen blühenden Seidelbast vorbei zum absoluten Höhepunkt der Exkursion: dem Steinbruch von Nuglar.

Das Uhupaar, das seit einigen Jahren dort brütet, liess sich denn auch nicht lumpen. Uhu Nummer eins präsentierte sich, als ob er sich seiner Verantwortung als Highlight des Tages bewusst wäre, auf einem Vorsprung des Steinbruchs. Milde lächelnd kratzte er sich mit einer gewaltigen Kralle gelegentlich hinter dem Ohr. Nummer zwei sass in einer Höhle und war nur durch Bewegungen zu erahnen. Der Mauerläufer, der die Szene durch seine sprunghaften Nahrungsflüge aufmischte, machte vollends klar: Das ist ein Ort zum Wiederkommen.

Text: Pia Schad / Fotos: Edi Ramp und Do Häberling

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