Das Mehlschwalbenprojekt hat grossen Erfolg gezeigt. Die Höngger Population ist in den letzten 5 Jahren erfreulich angewachen.

Fiorella Ruchti, Verena Steinmann, Mitteilungsblatt Oktober 2018

Die Projektleiterin Verena Steinmann zieht nach der diesjährigen Mehlschwalbenzählung wieder einmal ein positives Fazit, denn es sind in den letzten Jahren immer mehr Mehlschwalben nach Höngg zum Brüten zurückgekehrt.

Eine so starke Zunahme kam für die Projektbeteiligten als sehr positive Überraschung. Da die Mehlschwalbe äusserst standorttreu ist, kann die Population meist nur dann wachsen, wenn genug Nachwuchs den Zug ins tropische Afrika und die Überwinterung sowie Rückreise heil übersteht. Je nach Wetter und Nahrungsangebot überleben nur etwa die Hälfte der Altvögel die Strapazen des Zuges. Umso wichtiger ist es, dass sie in ihrem Brutgebiet gute Bedingungen antreffen und viele Junge grossziehen können.

Besonders erfreulich ist zudem, dass sich viele Mehlschwalben an neuen Standorten niedergelassen haben. Bei der grossen Montageaktion im Jahr 2016 wurden unter anderem auch neue Gebiete, unweit bestehender Brutplätze, mit Nisthilfen ausgestattet. Eben durch ihre Standorttreue ist der Erfolg bei der Etablierung einer neuen Brutkolonie etwas unabsehbar, da die Mehlschwalbe gerne neben anderen Artgenossen brütet. Als weitere Überraschung kam, dass sich einige Spatzen und sogar ein Baumläufer in diesen SchwalbenNisthilfen wohl zu fühlen schienen.

Im Moment hat es noch genügend Platz für mehr Mehlschwalbenbruten und es steht ihnen eine Vielzahl an möglichen Nistplätzen zur Auswahl. Wir hoffen weiterhin auf zusätzliche Rückkehrer und darauf, dass die Population wie in den letzten Jahren weiter anwachsen kann.

Motiviert vom grossen Erfolg geht die Arbeit im Verein trotz offiziellem Projektabschluss weiter. Abschliessend kann man sagen, den Mehlschwalben ist es wohl in Höngg.

Vorhandene und besetzte Nester

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