Naturspaziergang – Moosvielfalt

21. Dezember 2025

Zypressenschlafmoos, Wassersackmoos, Igelhaubenmoos – so unscheinbar Moose auf den ersten Blick wirken mögen, ihre Namen sind alles andere als einfältig. Dass die kleinen Pflänzchen bei genauerem Betrachten auch eine enorme Vielfalt an Formen und Wuchsformen aufweisen, zeigte die Botanikerin Sonja Hassold über 60 interessierten Teilnehmenden auf dem Naturspaziergang vom 21. Dezember im neblig-kalten Hönggerbergwald.

Moose haben sich vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahre entwickelt, sie sind somit die «Dinosaurier» der Landpflanzen und um einiges älter als die Blütenpflanzen. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe mit dem ganzen Körper auf und liegen auf ihrem Substrat, zum Beispiel Steine, lebende und tote Bäume, nur auf, ein eigentliches Wurzelsystem fehlt. Gut 1000 Moosarten gibt es in der Schweiz, viele sind nur unter dem Mikroskop bestimmbar. Über ein Drittel der Moose stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Eines der häufigsten Moose, das Zypressenschlafmoos oder «Zöpflimoos» wächst mattenförmig und leuchtend grün auf Totholz. Mit der Lupe sind tatsächlich kleine «Zöpfli» erkennbar. Dass Moose nicht immer grün sein müssen, zeigt das Wassersackmoos, das dunkelbraun ist und auf Bäumen wächst.

Trotz der grossen Gruppe kamen alle auf ihre Kosten, sahen sich die ausgewählten Moosarten von Nahem an, staunten über die Formenvielfalt und stellten Fragen. Kurz bevor alle ganz auskühlten, gab es heissen Tee und feine Guetzli zum Abschluss im Wald.

Text: Lisa Bose

Bilder: Lisa Bose, Claudia Reusch

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